Blickwinkel 2013

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Am 08.11.2013 wurden folgende Themen vorgestellt:

17:00 Uhr Kaffee – Das Geheimnis des Espressos

Espresso ist gesundheitlich unbedenklich, regt den Geist an, macht nicht dick und hat sogar den päpstlichen Segen.

Kann man eigentlich mehr verlangen? Eine Tasse Espresso ist einfach zubereitet: 50 geröstete und gemahlene Kaffeebohnen werden in einer Espressomaschine druckextrahiert.

Von wegen einfach! Dahinter steckt eine Menge Chemie! Betrachten wir Espresso deswegen einmal aus chemischer Sicht und schlürfen in Zukunft die verlockende Crema mit doppeltem Genuss.

Hierfür dürfen wir Prof. Dr. Klaus Roth begrüßen, der uns mehr über die Chemie des Espressos berichten wird.

Aber auch der Weg von der Plantage bis zum fertigen Produkt ist eine spannende Angelegenheit und soll in diesem Vortrag genauer beleuchtet werden, hierzu haben wir einen echten Experten eingeladen, den Barista Andreas Laue. Er wird uns mehr über die Röstung und seine Leidenschaft für Kaffee berichten.

18:00 Uhr Grenzen des Dopings – Herausforderung: Dopinganalytik

Die Dopinganalytik nimmt eine zentrale Rolle im Kampf gegen den missbräuchlichen Einsatz leistungssteigernder Mittel und Methoden im Sport ein, auch wenn jüngst eingestandene, über Jahre hinweg erfolgreich durchgeführte Täuschungsmanöver im Radsport einmal mehr die Grenzen des Testbaren aufgezeigt haben.

Zudem werden durch die außergewöhnliche Dynamik des pharmazeutischen Markts, der kontinuierlich neue Medikamente zur Bekämpfung von Krankheiten hervorbringt, stetig neue Präparate verfügbar, die zu einer unzulässigen Verbesserung der sportlichen Leistung beitragen können und durch umfangreiche, spezialisierte und empfindliche Nachweisverfahren bestimmt werden müssen. Dies setzt eine gezielte und regelmäßige Verbesserung und Erweiterung der analytischen Möglichkeiten voraus, um betrügerischen Sportlern den Missbrauch neuer Medikamente oder aber Methoden des Dopings zu erschweren oder gar zu nehmen.

Eine Auswahl verbotener Substanzen, deren Missbrauch im Sport, und mögliche Testverfahren werden vorgestellt und an ausgewählten Beispielen erläutert.

Als Redner freuen wir uns auf PD Dr. Mathias Schäfer und Prof. Dr. Mario Thevis.

19:00 Uhr Partnerwahl – Drum prüfe, wer sich ewig bindet – Liebe und Evolution

Vortragender: Prof. Dr. Berhard Fink – Uni Göttingen

Die stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen Menschen empfinden kann ist vermutlich so alt wie die Menschheit selbst. Sie versetzt uns in Euphorie und veranlasst uns zu sexueller Hingabe, ist aber auch Ursache von zwischenmenschlichen Konflikten. Von der Liebe handeln unzählige Mythen und Kunstthemen, und es vergeht kein Tag an dem sie die Menschen unberührt lässt.

Aber kann man diese Leidenschaft des Menschen für die Liebe auch wissenschaftlich erklären?

Verhaltensbiologen meinen: ja! Was Menschen aneinander anziehend finden folgt biologischen Gesetzmäßigkeiten. Jedoch ist die Suche nach dem ‚optimalen’ Partner gekennzeichnet vom Kampf zwischen den Geschlechtern und dem Krieg der Signale. Welche Bedeutung Gesichter, Körper und Körperbewegungen dabei haben, und welche Informationen über die Partnerqualitäten des Gegenübers wir aus diesen Merkmalen ableiten, wird in diesem Vortrag diskutiert.

Anhand von aktuellen Studien aus der Forschung über die Evolution und Bedeutung des Aussehens wird verdeutlicht, wie viel Biologie auch heute noch im sozialen Umgang mit unseren Mitmenschen und vor allem bei der Suche nach einem Partner vorhanden ist. Ob dies die Liebe erklären kann, wird die Wissenschaft noch lange beschäftigen. Eines scheint jedoch klar zu sein: die biologischen Mechanismen der Partnerwahl und die neurochemischen Veränderungen beim Verliebt sein fördern den Zusammenhalt der Paarbeziehung und sind somit ein Schlüssel für die erfolgreiche Aufzucht von Nachkommen und den Weiterbestand unserer Art.

20:00 Uhr Mord- und Totschlag im Blickwinkel

Täglich wird in Deutschland gemordet, was das Zeug hält – vor allem im Fernsehen und im Kriminalroman.

Die Landschaft wird bevölkert von ermittelnden Rechtmedizinern, Kommissaren, die selbst komplizierteste Fälle im Alleingang lösen, und Tätern, deren Fantasie und Bosheit keine Grenzen kennen.

Doch was davon ist Fakt, was Fiktion? Was macht ein Rechtmediziner wirklich? Und wie entsteht ein Krimi? Diese Fragen beantworten zwei Experten:

Martin Conrath, Schriftsteller, und Dr. Frank Glenewinkel, Rechtsmediziner am Institut für Rechtsmedizin der Uniklinik Köln.